Aktuellle Informationen zum Coronavirus (COVID-19) – Umgang mit Symptomen und Erkrankung

– Information zur Besuchs- und Ausgangsregelung (Stand 26.10.2020) –

Aktuell bestehen keine positiven Infektionsfälle. Präventiv wurde die aktive Besucherregistrierung wieder eingeführt – Für alle Wohnbereiche gelten die eingeschränkten Besucherzeiten und -regelungen.

Die Besuchsregelungen unserer Einrichtung finden Sie in der Informationsbox (Punkt II.).

I. Aktuelle Maßnahmen zur Coronavirus-Prävention in der Einrichtung

  1. Besuchsregelungen* – Pro Tag können die Bewohner/ innen unserer Einrichtung von zwei Personen besucht werden.
  2. Ausgangsregelungen* – Unsere Bewohner/ innen haben die Möglichkeit, die Einrichtung jederzeit zu verlassen. Wichtig ist, dass Sie den Wohnbereich über das Verlassen und die Rückkehr informieren. Bei Rückkehr ist eine Händedesinfektion vorzunehmen.
  3. Der offene Mittagstisch wird, aus Sicherheitsgründen, vorübergehend nicht mehr angeboten.
  4. Die Kirnerstube wird aus Sicherheitsgründen vorübergehend geschlossen.
  5. Tagespflege Präventiv wird der Besuch durch die Tagespflegegäste vorerst nicht möglich sein.
  6. Die Gottesdienste finden per Liveübertragung auf den Wohnbereichen statt.

*gemäß der CoronaVO Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen. Die Besuchs- und Ausgangsregelungen gelten für alle Wohnbereiche. Bitte berücksichtigen Sie, dass diese Regelungen im Infektionsfall, in Absprache mit dem Gesundheitsamt, abgesetzt oder eingeschränkt werden können.

II. Besuchsregelungen

Unsere Besuchszeiten:
Montag bis Freitag
09:00 Uhr – 12:00 Uhr
13:30 Uhr – 15:30 Uhr

Samstag und Sonntag
15:00 Uhr – 17: 00 Uhr

(siehe Hinweis)

Für die Besuche gelten folgende Bedingungen:

  1. Das Besucherformular muss im Eingangsbereich ausgefüllt werden.
  2. Der Zugang ist nur durch den Haupteingang möglich. Hierzu müssen Sie die Türklingel betätigen. Wichtig: vorherige Händedesinfektion.
  3. Während des Aufenthaltes ist in geschlossenen Räumen, das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtend.
  4. Der Besuch ist nur im Bewohnerzimmer möglich – Der Aufenthalt in Gemeinschaftsräumen ist unzulässig.
  5. Die Einhaltung der allgemeinen Hygienemaßnahmen ist verpflichtend (Mindestabstand 1,5 m; Husten- und Nies-Etikette; gute und regelmäßige Händehygiene etc.).

Hinweis: Bei längeren Anfahrtszeiten empfehlen wir eine vorherige telefonische Absprache und Anmeldung des Besuchs.

Bei Fragen oder Unklarheiten stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

1. Allgemeines und Definition

Der betriebliche Pandemieplan stellt die Maßnahmen, die zur Prävention und zum Management des COVID-19 ergriffen werden da. Inhaltlich lehnt sich der Pandemieplan an die Planung der WHO, die auf das Auftreten von Influenzaviren ausgerichtet ist, an. Die aufgeführten Grundlagen sind jedoch ebenfalls auf weitere Erreger, die Atemwegssymptome auslösen, übertragbar (Sozialministerium 2020:4).

Bedeutung einer (Influenza) Pandemie für Altenpflege-einrichtungen

Bezogen auf unser Setting ,,stationäre Pflegeeinrichtungen‘‘ gehören die Bewohnerinnen und Bewohner aufgrund ihres Alters und / oder Vorerkrankungen zu der sogenannten Risikogruppe. Das bedeutet, dass bei diese Personengruppe ein höheres Risiko für einen schwereren Krankheitsverlauf besteht (RKI 2020:4).

Es ist davon auszugehen, dass in einer Pandemie auch das Personal selbst verstärkt von krankheitsbedingten Ausfällen betroffen ist (Sozialministerium BW 2020:48). Vor diesem Hintergrund ist es erforderlich, rechtzeitige und angemessene Maßnahmen zum Management des aktuellen Infektionsgeschehens planen und einleiten zu können.

Ziele der betrieblichen Pandemieplanung

  • Vorbereitung im Falle einer Influenzapandemie (–> Präventions-maßnahmen).
  • Sicherstellung aller erforderlichen Infektionshygienischen Maßnahmen.
  • Aufrechterhaltung der innerbetrieblichen Vorgänge im Falle eines Ausbruchs.
  • Sicherstellung der Versorgung erkrankter Bewohner/innen und die Aufrechterhaltung sozialer Kontakte.

Folgende infektionshygienischen Maßnahmen müssen im Falle einer Pandemie berücksichtigt werden:

  • Kontaktreduzierende Maßnahmen
  • Verhaltensmaßnahmen
  • Schutzkleidung
  • Desinfektionsmaßnahmen

2. Infektionshygienische Maßnahmen – Übersicht

Eindämmung
  • Einzelunterbringung im stationären Bereich

  • Besuchsregelungen beschränken

  • Tätigkeitsverbot nach § 31 IfSG

  • zeitliche und räumliche Trennung von Gemeinschaftsaktivitäten (Veranstaltungsplan)
Schutz vulnerabler Gruppen
  • Tätigkeitsverbote nach § 31 IfSG für erkrankte Mitarbeitende oder bei Verdachtsfällen
Folgenminderung
  • Umsetzung arbeitsorganisatorischer Maßnahmen

  • Konsultation mit dem Gesundheitsamt / Hausärzten etc.

Verhaltensmaßnahmen

Schulung und Sensibilisierung des Personals hinsichtlich:

  • allgemeine Hygienemaßnahmen: Abstandsregelungen, Tragen des MNS, Husten- und Niesetikette
  • Händehygiene
  • Infektionsprävention: Pflege von Bewohnern infizierten Bewohnern

Schutzkleidung

Personal

  • Einmalhandschuhe
  • Mund-Nasen-Schutz
  • persönliche Schutzausrüstung (PSA)

Bewohner

  • Mund-Nasen-Schutz bei Transport/ Verlegung
  • Tragen eines MNS im Foyer, Aufzug und Treppenhaus erforderlich.

Desinfektionsmaßnahmen

Personal

  • Einhaltung der Basishygiene sowie Händedesinfektion
  • Flächendesinfektion, Wischdesinfektion, Schlussdesinfektion (begrenzt viruzid)
    –> täglich: bewohnernahe Kontaktflächen*
  • Regelmäßiges Lüften – Insbesondere in hoch frequentierten Bereichen.
  • Geräte/ Medizinprodukte sind personenbezogen zu verwenden.
  • Geschirr, Wäsche: Routineverfahren*
  • Abfallentsorgung: gem. des Abfallschlüssels AN 18 01 04.

* siehe: Reinigungs- und Desinfektionsplan sowie das Hygienekonzept in den Wohnbereichen

3. Allgemein zu beachtende Maßnahmen einem Ausbruch

Vorbereitende pflegerische und organisatorische Planung

  • Festlegung von Arbeitsschutzmaßnahmen für das pflegerische und nicht-pflegerische Personal im Falle eines Ausbruchs.
  • Im Verwaltungsbereich: Einrichtung von Home-Office Arbeitsplätzen.
  • Bestimmung eines Pandemiebeauftragten oder Bildung eines Pandemie-Managements.

Regelungen in Bezug auf die Meldung von Verdachtsfällen

  • Beim Auftreten von typischen Symptomen des COVID-19, ist die Bereichsleitung umgehend zu informieren.
  • Der Hausarzt und das Gesundheitsamt werden umgehend kontaktiert um eine Abklärung auf die Erkrankung vorzunehmen.

Informationspolitik

  • Regelmäßige Information des Personals über die aktuelle Situation und Sensibilisierung zu den hygienischen Verhaltensregelungen (entspr. Punkt 3).
  • Information der Angehörigen (E-Mail Verteiler, Infobrief) zu Neuerungen und Präventionsmaßnahmen in der Einrichtung.

Beschaffung von ausreichenden Pflege- und Hygieneartikel

  • Bedarf festlegen und für einen ausreichenden Bestand in unserem Haus sorgen
    (dies betrifft insbesondere Schutzkleidung sowie Reinigungs- und Desinfektionsmittel).
Literaturverzeichnis:

Landesregierung Baden-Württemberg (2020): Anlage zur Kabinettsvorlage „Landeskonzept zum Umgang mit einer zweiten SARS-CoV-2-Infektionswelle“: Stufenkonzept. Verfügbar unter URL: Landeskonzept zum Umgang mit einer zweiten SARS-CoV-2-Infektionswelle (zuletzt aufgerufen am: 29.10.2020).

Robert Koch-Institut (2020): Prävention und Management von COVID-19 in Alten- und Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigung und Behinderung. Empfehlungen des Robert Koch-Instituts für Alten- und Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen und für den öffentlichen Dienst. V. 10, 07.10.2020. Online verfügbar unter URL: Robert Koch-Institut (zuletzt aufgerufen am: 29.10.2020).

Robert Koch-Institut (RKI) (2017): Nationaler Pandemieplan Teil I – Strukturen und Maßnahmen. Berlin 2017. DOI: 10.17886/rkipubl-2017-005
Online Verfügbar unter URL: Nationaler Pandemieplan (zuletzt aufgerufen am: 29.10.2020).

Sozialministerium BW (2020): Influenzapandemieplan Baden-Württemberg. Online Verfügbar unter URL: Influenzapandemieplan BW (zuletzt aufgerufen am: 29.10.2020).

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